30 Jahre Fichen-Affäre: Warum lassen wir uns heute freiwillig überwachen?

23.01.2020 - Mitteilung,Veranstaltung

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Moskau einfach Vorpremiere mit Podiumsdiskussion 11. Februar 2020

Moskau Einfach! – Vorpremiere der neuen Schweizer Filmkomödie am Dienstag, 11. Februar, 18 Uhr, im Arthouse Le Paris. Anschliessend diskutieren Regisseur Micha Lewinsky, Drehbuchautor Plino Bachmann, der Datenschutzbeauftragte Bruno Baeriswyl und Politikwissenschafterin und Mitglied Digitale Gesellschaft Roberta Fischli unter der Leitung von Catherine Boss, Tages-Anzeiger-Reporterin: Warum war die Entrüstung damals so gross? Weshalb stimmen wir heute viel weitergehenden Überwachungen zu? Wie sieht es aus mit dem Engagement für die Menschenrechte auf Privatsphäre und persönliche Freiheit in Zeiten der Digitalisierung?

Ort, Zeit und Tickets

  • Dienstag, 11. Februar, 18 Uhr
  • Kino Arthouse Le Paris, Stadelhoferplatz, 8001 Zürich
  • Tickets
  • Die Veranstaltung ist öffentlich.
  • Vergünstigte Tickets mit Carte Blanche online und an der Kinokasse verfügbar.

Filminhalt und Trailer

Moskau Einfach! (Micha Lewinsky, CH, 2020)

Herbst 1989: Während in Berlin bald die Mauer fällt, überwacht in der Schweiz die Geheimpolizei Hunderttausende. Viktor (Philippe Graber), ein braver Polizeibeamter, wird von seinem Vorgesetzten Marogg (Mike Müller) verdeckt ins Zürcher Schauspielhaus eingeschleust, um Informationen über linke Theaterleute zu sammeln. Als er sich in die Schauspielerin Odile (Miriam Stein) verliebt, jene Person die er eigentlich observieren soll, gibt es kein Zurück mehr: Er muss sich entscheiden zwischen seinem Auftrag und seinem Herzen. (Pressetext)

Moskau Einfach! war Eröffnungsfilm der Solothurner Filmtage 2020.

Diskussion

Proteste dieses Ausmasses hatte die Schweiz noch nie gesehen: 30 000 Menschen demonstrierten 1989 auf dem Bundesplatz gegen den «Schnüffelstaat», nachdem bekannt geworden war, dass die Bundespolizei 900 000 Fichen über Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz angelegt hatte. 

Warum war die Entrüstung damals so gross? Weshalb stimmen wir heute viel weitergehenden Überwachungen zu? Wie sieht es aus mit dem Engagement für die Menschenrechte auf Privatsphäre und persönliche Freiheit in Zeiten der Digitalisierung?

Anschliessend diskutieren

  • Micha Lewinsky, Regisseur Moskau Einfach!
  • Plinio Bachmann, Drehbuchautor Moskau Einfach!
  • Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich
  • Roberta Fischli, Politikwissenschafterin, Mitglied Digitale Gesellschaft und Journalistin
  • Moderation: Catherine Boss, Reporterin Tages-Anzeiger

Podiumsgäste

Micha Lewinsky wude 1972 geboren und ist seit 2005 als Filmregisseur tätig. Er wurde mit Schweizer Filmpreisen für den besten Spielfilm beziehungsweise das beste Drehbuch ausgezeichnet.

Plinio Bachmann wurde 1969 geboren. Er war leitender Dramaturg am Burgtheater Wien und derzeit Leiter des Ressorts Theater der Kulturförderung der Stadt Zürich. Er schrieb das Drehbuch für den Film Der Verdingbub.

Bruno Baeriswyl nahm 1994 seine Arbeit als Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich auf – fünf Jahre nach dem Bekanntwerden der flächendeckenden Überwachung in der Fichen-Affäre.

Roberta Fischli wurde 1991 geboren, wohnt in Zürich und arbeitet als Politikwissenschafterin an der Universität St. Gallen zum Thema Politische Theorie der digitalen Gesellschaft. Zusätzlich ist sie Mit-Organisatorin der Reihe KarlDigital der Digitalen Gesellschaft und Journalistin.

Catherine Boss wurde 1961 geboren. Seit 2018 arbeitet sie als Reporterin Recherchedesk Tamedia. Sie ist Gewinnerin des Zürcher Journalistenpreises 2009 und 2018, jeweils als Mitglied eines Reporterteams.

Diese Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit des Datenschutzbeauftragten mit Tages-Anzeiger, Arthouse Kino Le Paris und Vinca Film.

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